Parmenides – Zenon – Empedokles Naturphilosophie damals und heute (5.-15.10.2015)

Auf den Spuren der griechischen Philosophie in Süditalien und Sizilien

Parmenides war der führende Philosoph der Schule von Elea und dachte als erster wortgewaltig über das Sein nach. Sein Schüler Zenon wollte sogar beweisen, dass alles Reden über Werden und Bewegung eine Illusion sei.

In Agrigent auf Sizilien wirkte Empedokles und erklärte die Natur mit den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde.

Wir wollen einen Überblick gewinnen über die vorsokratische Philosophie, aber auch genug Zeit haben, die philosophischen Fragen zu diskutieren.

Voraussichtlicher Preis für Reise, Hotel (DZ), Eintritte, praktische und philosophische Begleitung:
Fr. 2‘960.–.

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Philosophischer Retreat in Istrien (2.-6. 10.)

Selbstformung und Weltgestaltung – Die Kraft der Utopien im eigenen Leben

Utopien als Entwürfe von gerechten und in anderer Hinsicht stimmigen Verhältnissen haben den Menschen der Moderne bei den großen gesellschaftlichen und ökonomischen Wandlungen eine konstruktive Richtung gezeigt. Ideale, Utopien und auch Heterotopien (Erfahrungen, in denen das Leben ganz anders sein kann als gewohnt) dienen aber nicht nur bei gesellschaftlichen Veränderungen, sondern auch im eigenen Leben als Orientierung. Welche Rolle können sie bei der Selbst(er)findung und Selbstformung spielen?

Wir beschäftigen uns mit traditionellen Utopien wie dem Kommunismus, mit den alternativen Utopien seit den 70er Jahren und heutigen gesellschaftskritischen Initiativen, insofern dahinter ein philosophisches Konzept wirksam ist. Dabei klopfen wir den alten Spontispruch „Das Private ist politisch.“ auf seine philosophischen Hintergründe ab. Mit von der Partie sind Marx&Engels, Nietzsche, Adorno&Horkheimer, Foucault und – Sie?

Der Retreat wird geleitet von Volkbert Mike Roth (Uni Konstanz, SinnPraxis) und Detlef Staude (philocom Philosophische Praxis Bern), und er findet statt in einem kleinen Ort an der kroatischen Küste, Brsec? (südlich Opatija, vor der Fähre nach CRES) in Istrien, wo das Meer (zum Baden und Tauchen) und die Berge (zum Wandern und Entdecken) gleich nah sind.

Datum: Donnerstag 2.10. – Montag 6.10.2014 (Beginn: 17°°; Ende: 11°°)

Anmeldeschluss: 5.9.2014

Teilnehmerzahl: 8-16

Preis: 450 €

Kosten für Kost und Logis: Übernachtung incl. Abendessen vom 2.10. bis 6.10. incl. (Frühstück und eventuelle weitere Mahlzeiten excl.): 108 € im DZ für die gesamte Zeit

Weitere Fotos des Ortes: http://brsec.be/brsec/brsecimage/index.htm

Nähere Informationen: http://www.philocom.ch/istrienIstrien

Philosophische Wanderung: Gedanken und Gespräche über das Glück (15.5.2014)

Was ist Glück? Welche ganz unterschiedlichen Konzepte von Glück gibt es? Wie soll man wissen,
ob man glücklich ist? Ist das Streben nach Glück in der modernen Gesellschaft gar zum Zwang
geworden? Oder haben wir im Gegenteil – wie der Philosoph Alain meinte – die Pflicht glücklich
zu sein? Ist es Reichtum oder im Gegenteil gerade Genügsamkeit, die glücklich machen? Hängt das
Glück vom Zufall ab oder ist es eine Willenssache?

Eine Wanderung mit Mirjam Musica, Philosophin.

Besammlung: Punkt 9 Uhr Bahnhof SBB (Treffpunkt Schalterhalle)
Abfahrt Zug nach Gelterkinden 9 Uhr 17, Billet lösen bis Maisprach.
Zurück in der Stadt: ca. 18 Uhr (von Wintersingen).
Leichte Wanderung ca. 3, 5 Stunden. Höhendifferenz 390 m.
Mit Picknick mitnehmen. Es gibt ein Feuer.

Anmeldung zum Gesundheitstag:
KONTAKTSTELLE FÜR ARBEITSLOSE
Klybeckstr. 95, 4057 Basel
Tel. 061 691 24 36 (Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9 bis 12 Uhr)
merz@viavia.ch oder 079 614 79 91

Flyer als PDF

Vom Mythos zum Logos: Reise zu den Ursprüngen der europäischen Philosophie (7. bis 16.10.2014)

Unsere Reise beginnt in Troja. Homers „Ilias“ erzählt die Geschichte des trojanischen Krieges, in dem nicht nur Griechen gegen Trojaner kämpfen, sondern immer auch Göttinnen und Götter intervenieren. Es ist ein Mythos.
Die ersten Philosophen setzten sich vom Mythos ab und versuchten, die Natur aus Prinzipien zu erklären. So Thales, Anaximander, Anaximenes, Xenophanes, Heraklit, Pythagoras. Die zwei wichtigsten Städte waren Milet und Ephesos. Wir besuchen aber auch Pergamon, Dydima (Orakel), Priene und Smyrna (heute Izmir).

Preis für Reise, Hotel, 6 Abendessen, Eintritte, praktische und philosophische Begleitung:
Fr. 3‘580.- für Single
Fr. 3‘360.- pro Person für Double Continue Reading →

Philosophiefestival “Aus der Tonne”, 28. -31. 8. in Langenthal

Am Wochenende vom 28. -31. August findet in Langenthal das frische Philosophie-Festival «Aus der Tonne» zum Thema «Wie wirklich ist die Wirklichkeit?» statt. Das Festival will Philosophie einem breiten Publikum auf eine eher unkonventionelle und lustvolle Weise näher bringen und beschreitet dabei formal neue Wege. Was das konkret heissen soll, erfährt man am besten, indem man es besucht. Ein Teil des Veranstaltungsprogramms wird über eine öffentliche Ausschreibung kuratiert, für die man noch bis zum 27. April Vorschläge einbringen kann.

Weitere Informationen und auch die Möglichkeit zur Anmeldung für den Newsletter findet man hier:

http://www.ausdertonne.ch/de/

https://www.facebook.com/philosophiefest

Philosophische Reisen

Besondere Events sind Philosophische Reisen. Philosophische Reisen führen zum Ort des Geschehens. Nirgends sind wir der Philosophie näher. Nach Sils-Maria ins Engadin etwa, wo Friedrich Nietzsche die Fundamente der abendländischen Philosophie sprengen wollte – und seinen Zarathustra ausbrütete. Oder ans Matterhorn, um über die Natur zu philosophieren und antike Einsichten mit denen der modernen Wissenschaften zu verflechten. Oder in die Toscana, wo die einzigartige Harmonie einer Kulturlandschaft dazu einlädt,über das atemberaubende evolutionäre Projekt des homo sapiens zu diskutieren. Oder auf den Peloponnes, weil unter dem blauen Himmel der Ägäis und in der Nähe von Mykene, Korinth und Epidaurus uns Sokrates und Platon einfach näher sind als in Mitteleuropa.

Dass in der Antike die Philosophie auch ein Projekt der Lebenskunst war, wird auf der Höhe unserer Zeit wieder erlebbar.

Philosophische Reisen sind touristische Unternehmungen, die die Welt nicht auf museale Schaufenster reduzieren. Sie führen in Landschaften und zu Orten, die ein Thema für uns Menschen sind. Es ist ein besonderes Erlebnis, gemeinsam verborgene Schichten der Kultur(en) freizulegen und zukünftige Perspektiven der Menschheit zu erahnen. Mit dem Luxus, Zeit zu haben für das Wesentliche und ein Thema in seinen Verzweigungen zu verfolgen. Und verspricht eine philosophische Reise ein Gruppenerlebnis der besonderen Art.

Spätestens nach dem zweiten Frühstück wächst die Gruppe zusammen. Charaktere schliessen sich auf. Auf Spaziergängen und Exkursionen kommt man sich auch privat näher. Manche Freundschaften haben sich schon dabei gebildet.

 

In diesem Bereich tätige Mitglieder :

Peter Vollbrecht
Detlef Staude
Mirjam Musica
Willi Fillinger

Philosophische Beratungen

Philosophische Gespräche als Bestandteil einer spätmodernen reflexiven Lebenskunst

Jeder schöpferische Prozess ist von einer Aura der Angst umgeben.

James Lord über Alberto Giacometti

Über das Chaos Herr werden, das man ist; sein Chaos zwingen, Form zu werden – das ist hier die grosse Ambition.

Friedrich Nietzsche

Der Versuch, sich selbst und seinem Leben Form zu geben, eigenartig – seiner eigenen Art gemäss – zu leben, seine eigene und die Eigenart der Anderen zu respektieren, sich vom Lärm des (äusseren und inneren) Stimmengewirrs nicht überwältigen zu lassen – kurz, der Mut, man selbst zu sein – ist, wie jeder schöpferische Prozess, mit Freude, aber auch mit Angst verbunden.
„Es scheint, als hätten sich 2000 Jahre nach Platon nicht nur die Götter, sondern auch die Weisen zurückgezogen und uns in allem allein gelassen“, schreibt Peter Sloterdijk, und Sebastian Haffner betont, dass „die wirklich zählenden geschichtlichen Ereignisse und Entscheidungen sich unter uns Anonymen abspielen, in der Brust einer jeden zufälligen und privaten Einzelperson.“ Das heisst beides: wir sind allein und jede/r von uns zählt.
Die Philosophische Praxis ist der Ort, wo wir angesichts der Rhetorik der „technischen Imperative“ und „ökonomischen Zwänge“ erwägen, aus welchen Quellen wir heute Mut, Zuversicht – vielleicht Weisheit – schöpfen könnten.

Eva Schiffer

 

In diesem Bereich tätige Mitglieder:

Eva Schiffer
Martina Bernasconi
Willi Fillinger
Thomas Gutknecht
Detlef Staude
Clemens Breitschaft
Roger Hofer
Harry Wolf
Bernadette Straessle
Mirjam Musica
Imre Hofmann
Albert Hoffmann
Oriana Brücker

Philosophieren mit Kindern

Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen

Gareth B. Matthews, Vater zweier Kinder und einer der Begründer der sogenannten „Kinderphilosophie“ traf eines Tages die folgende Abmachung mit seinem fünfjährigen Sohn, der ein typischer Vielfrager war: „Wenn du mich etwas fragst“, sagte der Vater, „will ich mir gern eine Antwort überlegen, aber ich möchte dich dann auch mal was fragen dürfen…“ „In Ordnung“, befand das Kind, „und dann werde ich mir eine Antwort für dich ausdenken.“

Von da aus entspannen sich mehrere über längere Zeit andauernde Gespräche, die der Vater getreulich aufnotierte, so wie Platon einst die Gespräche zwischen Sokrates und dessen Schülern festgehalten hatte.

Eines Tages hörte Matthews den Kleinen mit seiner achtjährigen Schwester reden: „Weißt du eigentlich, was Papa und ich tun?“ „Nein, was denn?“ „Wir schreiben Dialoge!“ „Ach… und worüber denn?“ „Über Dinge, die wir nicht verstehen…“

Philosophieren heisst, beharrlich im Dialog stehen über „Dinge, die wir (noch) nicht verstehen“. Dies geht über den blossen Gedankenaustausch, der gemeinhin „Diskussion“ genannt wird, hinaus, denn beim Philosophieren beschäftigt man sich nicht nur mit Bekanntem, sondern auch mit neuen Ansichten, und man versucht, aus den unterschiedlichen Meinungen der GesprächspartnerInnen einen gemeinsamen Erkenntnisfortschritt zu erreichen.

Worüber lässt sich mit Kindern philosophieren?

Über alles, was uns als Menschen in unserem Menschsein betrifft: Woher wir kommen, wohin wir gehen, wozu wir auf der Welt sind und wie wir leben sollen… Sich als Mensch darauf zu besinnen, wer man ist, wie man sich verändert, ob man sich wirklich kennt und weiss, was Leben bedeutet… das sind die grossen Fragen der philosophischen Anthropologie (Menschenkunde) und der Ethik, die gestellt wurden seit Sokrates damals in Athen seine Mitbürger damit aufscheuchte.

Wie philosophiert man denn eigentlich?

Wie man beim Schreiben die „Bausteine“ Buchstaben und beim Rechnen die Zahlen und das Einmaleins kennen sollte, so gibt es auch für das Philosophieren gewisse Grundtechniken, die von den Fachleuten ebenso benutzt werden, wie man sie im Kleinen, z. B. mit eben schon Kindern einüben und anwenden kann:

Beharrlich an der gewählten Frage bleiben und sie von vielen Seiten beleuchten

Selbstverständliches nochmals mit neuen Augen ansehen und sich fragen: Ist es wirklich so, wie ich es bisher gesehen oder verstanden habe?

Meinungen aller Beteiligten anhören und nach Gründen suchen, die die Ansichten stützen oder aber auch in Frage stellen könnten

Immer wieder die Wörter und Begriffe, die man benutzt, klären: Wer versteht eigentlich genau was unter einem bestimmten Ausdruck?

Nicht zuletzt spielt die Phantasie eine wichtige Rolle, denn wer nur nach-denkt über bereits Gedachtes, wird kaum je zu den Vor-denkerInnen gezählt werden können.

Je nach Altersstufe muss das Abstraktionsniveau angepasst werden: Bei kleineren Kindern (bis etwa 10 Jahren) ist es sinnvoll, möglichst nah an praktischen Erfahrungen und Beispielen zu diskutieren, etwas grösseren können bereits allgemeinere Erkenntnisse und Schlüsse zugetraut werden. Aber selbst für Erwachsene (wenn sie nicht akademisch philosophieren wollen) macht es Sinn, sich auf die eigene Lebenserfahrung zu stützen und nicht in rein theoretische Sphären und Spekulationen abzugleiten – oder höchstens „ausflugsweise“, um allfällige Erkenntnisse danach am Alltag zu messen. „Kinderphilosophie“ zählt zur Alltags- oder „Weltphilosophie“, wie Kant dies (in Absetzung von der Schulphilosophie) nannte.

Wie kommen wir überhaupt dazu, mit Kindern zu philosophieren?

Den ersten Zugang bilden sicher die Fragen der kleinen Kinder, die dabei sind, sich in der für sie allenthalben ganz neuen Welt einzufinden. Wenn Eltern und andere Erziehende diese 1001 Fragen nicht immer gleich als Anlass einer Möglichkeit, die Kinder zu belehren, verstehen, sondern als Einladung zum gemeinsamen Nachdenken und Phantasieren, dann können kleine „philosophische Dialoge“, wie Matthews sie beschrieben hat, entstehen. Es empfiehlt sich dabei, die Knirpse erst mal nach ihren Vermutungen oder eigenen Antwort-Ideen zu befragen, bevor wir unsere Meinungen beisteuern, denn in diesem Alter ist die Gefahr gross, dass wir Kinder mit vorgefertigten Antworten unnötig einschränken und zum reinen Konsumieren verleiten.

Mehr über den (philosophischen) Umgang mit „schwierigen“ Kinderfragen ist nachzulesen in Eva Zollers Buch „Selber denken macht schlau“ (Zytglogge 2011, 2. Aufl.). Dort ist auch die Methodik für den Kinderbuchansatz ausführlich und mit vielen Beispielen (zum Nachspielen!) erklärt.

Wenn wir nicht auf die Fragen der Kinder warten wollen, können wir sie auch mit geeigneten Bilderbüchern oder Texten zum Philosophieren einladen. Auch hierbei ist es ganz wichtig, von der weitverbreiteten Konsumhaltung Abstand zu nehmen: Bücher sind sicherlich auch zum Geniessen und lustvoll Lesen und Ansehen gedacht, sie geben aber ein Mehrfaches her, wenn man sie nutzt als Anlass für philosophische Gespräche. Dazu überlegt man sich eine Grundfrage, z. B : „Muss man wirklich immer gehorchen?“ (moralischer Bereich) oder „Warum gibt es eigentlich so verschiedene Menschen?“ (anthropologischer Bereich) oder „Kommen Tiere auch in den Himmel?“ (religionsphilosophischer Bereich) oder „Was sind eigentlich Gedanken?“ (Erkenntnisbereich)… Und zu dieser Grundfrage kann man sich vor dem Erzählen der Geschichte auch weitere Fragen ausdenken, die zur Ergründung der Hauptfrage beitragen könnten. So gewappnet lässt sich vielleicht schon mitten in der Geschichte, vielleicht auch erst, wenn das Buch zugeklappt ist, ein Gespräch zum gewählten Thema entwickeln. Diese Methode nennt man nach Sokrates (dessen Mutter eine Hebamme war) die „Hebammenkunst“, denn so leisten wir Geburtshilfe für die Weisheit der Kinder anstelle von gut gemeinter Belehrung.

Die dritte Möglichkeit, vor allem für Kinder und Jugendliche im Schulalter, besteht darin, gezielte Denkübungen und –spielereien anzubieten, welche in einigen speziell verfassten Lehrmitteln zur Kinderphilosophie zu finden sind. Der eingangs zitierte G. Matthews ist zum Beispiel einer der Autoren von philosophischen Kindergeschichten („Philosophische Gespräche mit Kindern“, Freese Verlag Berlin). Weitere Materialien, Anregungen, Anleitungen und Literaturhinweise bietet auch Eva Zoller Morfs drittes Buch „Selber denken macht schlau“sowie die Webseite der Dokumentationsstelle „s’Käuzli“: www.kinderphilosophie.ch.

Eva Zoller bietet Einführungsseminare dazu an. Für aktuelle Termine besuchen Sie bitte den Veranstaltungskalender auf www.kinderphilosophie.ch .

 

In diesem Bereich tätige Mitglieder:

Eva Zoller
Detlef Staude
Imre Hofmann
Dominique Zimmermann
Mike Roth
Oriana Brücker

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